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18 Apr
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Der Startschuss ist gefallen - Bahnsanierung
PRESSEBERICHT 18.April 2026 - Gerd Ankermann
Bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung der Turnerschaft Herzogenaurach 1861 e.V. gab es gute und weniger gute Nachrichten. Der Verein blickt auf ein „gemischtes“ Jahr zurück und gleichzeitig werden die Weichen für die Zukunft gestellt.
Jürgen Bauer, Vorstandsvorsitzender und für die Verwaltung zuständig, stellte die erfreuliche Mitgliederentwicklung vor. Der Verein wächst wieder, insbesondere viele junge Mitglieder konnten gewonnen werden. 2.365 Mitglieder umfasst der Traditionsverein, er bleibt damit weiterhin der größte Sportverein im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind unter 27 Jahre alt, 792 Mitglieder sind unter 14 Jahre. In den vergangenen fünf Jahren konnten die meisten neuen Mitglieder im Bereich der Leichtathletik und des Laufsports gewonnen werden. Turnen ist leicht rückläufig.
Mit Blick auf die in die Jahre gekommene Kunststoffbahn auf dem Vereinsgelände in der Adalbert-Stifter-Strasse gibt es nun konkrete Zahlen für die anstehende Sanierung. Erfreulicherweise wird es günstiger als ursprünglich geplant. Sieben Firmen hatten sich im Rahmen einer Ausschreibung um den Auftrag beworben. Der Mindestbieter bekam den Zuschlag. Für 678.000,— Euro wird ab 13. Juli 2026 die oberste Deckschicht der Kunststoffbahn und der sog. Sektoren ausgewechselt. Auch die Bewässerungsrillen werden erneuert. Während der Bauphase kann die Sportanlage nicht genutzt werden, der Verein hat sich aber um eine Alternative gekümmert.
Da die Sportanlage der TSH auch als Schulsportanlage genutzt wird, gibt es mehrere Fördertöpfe. Der Landkreis ERH beteiligt sich mit einem hohen Betrag, der Landessportverband ist mit an Bord und auch die Stadt Herzogenaurach hat schon längst im Haushalt einen Betrag in Höhe von 150.000 Euro für die TSH „reserviert“. Bürgermeister German Hacker ging in seinem Grußwort auf die angespannte Finanzlage der Stadt ein, beteuerte dabei aber, dass die Vereinsförderung grundsätzlich auch weiterhin möglich sein wird. Er stellt fest, dass die Geburtenzahlen seit Beginn des Ukraine-Krieges auch in Herzogenaurach zurückgehen. Das wird sich bald bei den Kindergärten, in den Schulen und auch bei den Vereinen auswirken. Nicht nur die TSH wartet auf eine neue Mehrfachturnhalle, aber bei rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen wird das auf lange Sicht nicht realisierbar sein.
Die TSH muss mit den vorhandenen Hallen weiterhin auskommen. Dabei belasten die gestiegenen Hallengebühren (plus 21.000 Euro gegenüber Vorjahr) das Budget. Aber die einzelnen Abteilungen sind sehr erfolgreich bei der Gewinnung von Sponsoren und Spenden. Der Verein steht finanziell gut da, kann einen Teil der Kosten der Bahnsanierung aus der Rücklage bezahlen. Neben einer erforderlichen Kreditaufnahme sollen weitere 60.000 Euro soll aus einer neuartigen Spendenbasierten Sponsoringmassnahme generiert werden.
Eigentlich für Fussballvereine, die einen neuen Kunstrasen finanzieren möchten gedacht, haben sich die findigen Köpfe bei der TSH mit dem Anbieter der Software zusammengesetzt und erstmals die Anwendung auf eine Tartanbahn programmieren lassen. Man kann also eine Parzelle virtuell mit Geld unterstützen. Privatpersonen als Spender, Firmen als Sponsoren. Pünktlich zur Jahreshauptversammlung wurde die Anwendung freigeschaltet, nun startet das Rennen um die besten Plätze.
tsherzogenaurach.parzellensoftware.de
Autor: Gerd Ankermann












