
TRIATHLON JUBILÄUM
21 Mai
TRIATHLON JUBILÄUM
1986: Erster Herzogenauracher "Mini-Triathlon" wird geboren
In 2026 findet der 39.Herzoman statt – der 40. folgt erst nächstes Jahr, da es coronabedingt eine Verschiebung gab. 40 Jahre sind auf jeden Fall ein guter Anlass für einen Rückblick. Was 1986 aus einer Biertischlaune heraus entstanden ist, führte zu einer Triathlon Kultur in Herzogenaurach.
1986 trafen sich ein paar innovative und aufgeschlossene Menschen, unter ihnen Adam Hildel und kamen rein zufällig auf den damals noch weithin unbekannten Sport „Triathlon“ zu sprechen. Wie das so ist, kam man von Einem zum anderen und fand schließlich, man müsse einen solchen doch mal selbst veranstalten. Gesagt, getan: Schon am 22.06.1986 war es so weit. Die Erstauflage des Herzogenauracher Triathlons (Minitriathlon) wurde um 8.00 Uhr morgens im Freibad in Herzogenaurach gestartet und die Geschichte eines der bayernweit ältesten Triathlon Rennen begann.
Eine Triathlon Abteilung gab es zu dieser Zeit allerdings nicht. Daher mussten die Skifahrer, Basketballer und Läufer aushelfen, um die damals noch 550m Schwimm-, 28 km Rad- und 6 km lange Laufstrecke zu sichern. Da das Ganze ja quasi als eine Probeveranstaltung dienen sollte, beschloss man daher auch zunächst nur in einem familiären Kreis zu beginnen. Es durften daher nur Personen starten, die in Herzogenaurach arbeiteten oder lebten.
An den Start gingen 30 Männer und zwei Frauen. Und siehe da: Es funktionierte. Alle kamen gut ins Ziel und konnten auf der „Sommerkerwa“ die Siegerehrung genießen.
Natürlich durfte es sich auch Adam Hildel nicht nehmen
lassen, beim Minitriathlon 1986 an den Start zu gehen. Doch mit einem konnte er
damals nicht mithalten:
Georg Bessler gewann den ersten Minitriathlon in 1:25:18 h mit sechs Minuten
Vorsprung auf den Zweiten. Bei den Damen gewann Helga Bitter mit 1:42:18h.
Hamid Edrissi finishte seinen ersten Triathlon mit 40 Jahren in 1:46:35. Sein Equipment? Er startete pragmatisch mit seinem alten 12-Gang-Stahlrennrad direkt aus der Garage. Dank seiner Grundfitness vom Laufen waren Schwimmen und Radfahren für ihn kein Hindernis, sondern reine Formsache.
Alte Triathlon-Recken wie Heiner Seeberger, er beendete seine TRI-Karriere im Alter von 70 Jahren, erzählt, dass ihre Frauen immer mitmussten, nicht nur zum Versorgen, sondern v.a. zum Anfeuern. Seine beste Schwimmzeit erziehlte er in der Donau – flussabwärts. Sein Namensvetter Georg erinnert sich augenzwinkernd, dass es im Freibad ein Zelt für Männer u. Frauen zum Umziehen gab oder man suchte sich ein ruhiges Plätzchen.
Beide sind sich einig: „Die Triathlon Zeit war ihre schönste!“
Die Triathlon Abteilung
Am 10.03.1993 war es dann soweit! Aufgrund des wachsenden Interesses zwischen 1986 und 1993 entwickelte sich aus der Initiative die offizielle Abteilung. Zehn mutige Individualsportler (Frank Dassler, Antonia Eitel, Uli Dittrich, Stefan Jung, Raimund Bitter, Helmut Köhler, Alex Berlet, Hermann Lange, Gerd Günther, Emil Hanke) taten den Schritt und gründeten die Triathlon Abteilung der TSH. Sie gaben damit jedem die Möglichkeit, in einer Gemeinschaft zu trainieren und von den Erfahrungen der anderen zu profitieren. 1996 stieß auch Petra Sticker dazu und übernahm damals die Sponsorenbetreuung. Heute ist sie unsere Abteilungsleiterin.
Auf dem Bild sind einige der ersten aktiven Athleten und nur einige der Gründungsmitglieder:
Hinten von links: Georg Krämer, Gerd Günther, Helmut Köhler, Armin Ringler
Vorne von links: Raimund Ritter, Alexander Berlet, Hermann Lange, Uli Dittrich
Die Gründungsmitglieder hat Georg Krämer in einer Abteilungshistorie beschrieben:
Uli Dittrich
Unser Uli. Er, der keinen Wettkampf verloren gab, musste sich einer heimtückischen Krankheit geschlagen geben. Wir wollen aber nicht um ihn trauern, sondern uns freuen, dass wir ihn gekannt haben und ihn so in Erinnerung behalten, wie er war. Nämlich ein Freund.
Antonia Eitel
Die einzige Dame im Gründungsteam. Seit dem ersten Tag immer mit Elan und Eifer dabei. Ein Herzoman ohne Sie........ einfach undenkbar. Ob beim Eintüten oder Ausgeben der Startunterlagen, bei der Organisation immer war sie dabei. Und wehe es klappte nicht so wie sie dachte, dann konnte sie schon resolut werden.
Emil Hanke
Unser Senior im Team. Er ließ bei vielen Wettkämpfen die jüngere Konkurrenz hinter sich. Aber so richtig stark im Wettkampf wurde er, als er in den sogenannten Ruhestand ging. Da legte er los wie die Feuerwehr und heimste einen Pokal nach dem anderen ein.
Frank Dassler
Weiter geht es mit einem der für Recht und Ordnung sorgte. Er schrieb die Sitzungsprotokolle, rechtlich unbedenklich, unterstützt uns heute noch in vielfältiger Weise. Leider hat er den aktiven Triathlon hinter sich gelassen. Er ist der Namensgeber unseres Wettkampfes -> HERZOMAN
Gerd Günther
Wie Stand in der INFO, unser Präsident. Der erste Abteilungsleiter der Triathlon Abteilung. Er hatte die schwere Aufgabe, die Abteilung aufzubauen. Alles war neu, aber er kämpfte sich durch. Er organisierte verantwortlich den Herzoman, leitete die Abteilung und bestritt trotzdem hervorragende Wettkämpfe. Er war immer ein freundlicher Ansprechpartner, wenn ein Triathlet fragen hatte.
Raimund Ritter
Unser Finanzminister hatte einen schweren Stand. Die Schwimmbahnen im Atlantis mussten bezahlt werden. Die Beiträge einkassiert werden. Es gab viele Fragen. Natürlich bestritt er auch Wettkämpfe. Alles unter einen Hut zu kriegen war nicht einfach. Bis heute ist er ein wichtiger Helfer beim Herzoman.
Stefan Jung
Einer unserer besten Läufer, der seit Jahren die Laufstrecke beim Herzoman organisiert. Der sich der Herausforderung des Ironmans stellte. Der jederzeit für die Ligamannschaft zur Verfügung steht.
Alex Berlet
Ohne viel Schwimmtraining pflügt er durchs Wasser. Fährt auf dem Rad, dass einem hören und sehen vergeht. Bis vor kurzem war er eine Stütze der Ligamannschaft. Selbst zum Wettkampfrichter ließ er sich ausbilden. Zurzeit pflegt er andere Hobbys. Aber er kommt wieder.
Hermann Lange
Wer hat uns das Schwimmen und Radfahren beigebracht? Wer hat uns beim Schwimmen nicht nur vorwärtsgetrieben, sondern auch gezeigt wie es geht. Keiner kennt Zwischenzeiten und Endzeiten so gut wie er.
Er lebt für seinen Sport
Er war unser sportliches Vorbild.
Helmut Köhler
Ja, einen hab ich noch. Einer der schon alle Ämter sowohl im Verein als auch in der Abteilung durchgemacht hat. Unser Vorturner in Sachen Sport. Erster der TSH -Triathleten über die Kurz und Mitteldistanz. Erster Ironman Teilnehmer. Selbst die Duathlon-Weltmeisterschaften in Zofingen hat er durch gemacht. Unser amtierender Finanzminister.











