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15 Jul
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Millionenprojekt der TSH gestartet (Pressebericht Gerd Ankermann)
Herzogenaurach, 13. Juli 2026
Der Startschuss ist gefallen. Auf dem Vereinsgelände der Turnerschaft Herzogenaurach 1861 e.V. wird die Kunststoffbahn erneuert. Warum muss der traditionsreiche Verein mit Hilfe externer Kapitalgeber kräftig investieren und was bedeutet das für die Mitglieder?
TSH-Vorstand Lothar Babler, zuständig für die Liegenschaften, beschreibt in einem Rückblick die Entstehung der Laufbahn und begründet die Notwendigkeit einer Generalsanierung. 1957 wurde auf der Sportanlage in der Adalbert-Stifter-Strasse eine erste Laufbahn mit einer Länge von 312 Metern als Rundbahn errichtet. Dafür wurde Schlacke von der HerzoBase und der Baumwollspinnerei in Erlangen recycelt. 1972 pachtete die TSH von der Waldkooperation zusätzliche Flächen an, um den Sportbetrieb ausweiten zu können. Die neue Laufbahn mit 400 Metern Länge wurde angelegt, es wurde ein Rotgrantbelag aufgebracht. 1998 die Sanierung des Rasenspielfeldes mit dem Bau einer 400 Meter Laufbahn, die einen Kunststoffbelag bekam. Gleichzeitig wurde die Sportanlage dem Landkreis als Schulsportanlage zur Verfügung gestellt.
In den vergangenen Jahren kamen immer wieder internationale Sportgrößen auf das Vereinsgelände, um Trainingseinheiten zu absolvieren. Dipl. Sportlehrer Peter Müller, der Cheftrainer der TSH, erinnert sich beispielsweise an den Besuch von Usain Bolt, dem jamaikanischen achtfachen Olympiasieger im Sprint. Die Herzogenauracher Sportartikelfirmen nutzten eben gerne die Anlage der TSH, bis sie ihre eigenen Sportstätten gebaut haben.
Der BLSV, Bayerischer Landessportverband e.V., freute sich über die Möglichkeit, überregionale Sportwettbewerbe auf dem TSH-Gelände veranstalten zu können. Die Sportanlagen sind in einem hervorragenden Zustand und die Mitglieder des Vereins enorm engagiert für den Breiten- und Leistungssport, lobt Manfred Schmidt, TSH-Vorstand für Sport.
Die Gebrüder Lockl Gmbh war zuständig für Ausschreibungserstellung und ist jetzt auch mit der Bauleitung beauftragt. Bauleiter Lukas Lockl lobte beim Spatenanstich den Pflegezustand des Kunststoffbelags, der dank intensiver Arbeit des Kompetenzteams der TSH immer noch super ausschaut. Aber eine maximale Nutzungsdauer von ca. 25 Jahren muss dennoch eingehalten werden, weil ansonsten der Untergrund leiden würde, meint Lockl. „Dann wird es sehr teuer, falls auch noch der Asphalt erneuert werden muss“. Zum neuen Kunststoffbelag kommen noch die Kosten für die Erneuerung der Abwasserrinnen entlang der Laufbahn. Auch die Sektoren und die Sportgeräte müssen erneuert werden. Daher summieren sich die Gesamtkosten auf 1.081.000 Euro.
Im Ausschreibungsverfahren für die Generalsanierung bekam die Firma Weissmüller GmbH aus Berg bei Neumarkt den Zuschlag für die Ausführung der Bauarbeiten.
Der Landkreis ERH und die Regierung von Mittelfranken stellen Zuschüsse in Höhe von 482 Tsd Euro in Aussicht. Diese gute Nachricht überbringt Landrat Alexander Tritthart, der die Sportanlage noch von seiner Schulzeit in Herzogenaurach gut kennt. Auch Bürgermeister German Hacker hat in der Vergangenheit so manchen Tropfen Schweiß auf der Kunstoffbahn hinterlassen, sei es als Teilnehmer von HerzoMan, HerzoRun oder bei der Sportabzeichenprüfung. Die Stadt Herzogenaurach fördert mit 150 Tsd Euro aus Mitteln der Sportförderung die Sanierung. Der Sportverband BLSV ist mit weiteren 205 Tsd Euro an Bord. Für den Verein selbst verbleiben also noch 244 Tsd Euro, die durch die Mitglieder aufzubringen sind.
Sehr frühzeitig hat sich der Vorstand um die Finanzierung gekümmert. Seit 2020 wurde intensiv verhandelt und auch die Mitglieder wurden informiert. Aktuell läuft es ganz gut, meint Schmidt. Ein spezielles Spendenprojekt hat bereits 23 Tsd Euro an Spenden eingebracht. Insgesamt hoffen die Verantwortlichen auf ca. 80 Tsd Euro an Spenden und Sponsoringgelder für die neue Kunststoffbahn. Die soll wieder 25 Jahre halten. Die Wiedereröffnung der Sportanlage ist für das Frühjahr 2027 geplant. Auf sportliche Betätigung müssen die Mitglieder aber nicht verzichten. Der Verein hat sich auch rechtzeitig um ein Ausweichquartier gekümmert.
Bericht Gerd Ankermann












