
LEICHTATHLETIK
05 Sep
LEICHTATHLETIK
Martina Scuritti unter den Top 10 bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover
Ein Auftakt nach Maß auf nationaler Ebene für Martina Scuritti: Die junge Athletin des Jahrgangs 2012 vom TS Herzogenaurach zeigte bei den Deutschen Leichtathletik-Mehrkampf-Meisterschaften der AK W14 in Hannover einen Kampfgeist der Extraklasse. Im Siebenkampf mit der zehntbesten Meldeleistung angetreten, kämpfte sich Martina mit großem Einsatz nach vorne und sicherte sich einen hervorragenden siebten Gesamtrang. Dabei steigerte sie ihre persönliche Bestleistung um mehr als 100 Punkte auf insgesamt 3.641 Punkte – betreut von ihren Eltern Elisa und Stefano als Trainerteam.
Das Niveau in dieser Altersklasse war in diesem Jahr außerordentlich hoch: Mit Martinas Punktzahl hätte man in der vergangenen Saison noch eine Medaille gewonnen. Den Sieg sicherte sich Anni Marcard mit starken 3.899 Punkten, gefolgt von Bella Mann auf dem Silberrang (3.781 Punkte) und Victoria Otto mit Bronze (3.780 Punkte).
Der erste Wettkampftag am Freitag, den 27. August, begann unter starkem Regen. Traditionsgemäß eröffneten die 80-Meter-Hürden den Siebenkampf, bei denen Martina mit einem eher vorsichtigen Lauf einstieg. Für das junge deutsch-italienische Talent gibt es im Hürdenwald noch einiges zu tun, um diese Disziplin auf das gewohnt hohe Niveau ihrer übrigen Leistungen zu bringen.
Die Wiedergutmachung folgte jedoch auf dem Fuße beim Hochsprung, eine ihren stärksten und Lieblingsdisziplinen: Mit einer souveränen Serie übersprang sie 1,58 m (neue persönliche Bestleistung und nur knapp an 1,61 m gescheitert). Schwungvoll ging es auch beim Kugelstoßen weiter, wo sie sich mit einer Weite von 11,11 m erneut als starke Stoßerin erwies und ein weiteres fettes Punktekonto verbuchte. Dass sie in den Wurf- und Stoßdisziplinen so stark auftrumpft, kommt nicht von ungefähr: Martina betreibt die Leichtathletik parallel zu ihrer zweiten großen Leidenschaft, dem Handball. Sie spielt dort auf höchstem Niveau bei SG Frankenpower und HC Erlangen.
Den Abschluss des Freitags bildete ein guter 100-Meter-Sprint. Am Samstag ging es bei besseren Wetterbedingungen – wenn auch begleitet von böigem, drehendem Wind – mit dem Weitsprung weiter. Martina erzielte gute 4,88 m: eine solide Vorstellung, bei der sie am Brett lieber auf Nummer sicher ging, um ungültige Versuche zu vermeiden. Beim Speerwerfen bestätigte die Handballerin anschließend ihre Rolle als eine der besten Spezialistinnen der AK W14: Trotz der starken Windböen beförderte sie das Gerät auf 37,24 Meter und blieb damit nur knapp unter ihrer Bestmarke von 38,83 m.
Das Finale entschied sich über die 800 Meter – eine Strecke, die Martina eigentlich sehr liegt. Trotz einer neuen Saisonbestzeit von 2:31,03 Minuten wählte sie ein etwas zu verhaltenes Renntempo. Das spielte einer direkten Konkurrentin in die Karten, die Martina den sechsten Platz noch um einen Hauch von Punkten abnehmen konnte.
Am Ende bleibt die Erkenntnis einer großartigen Gesamtleistung: Ein starkes Debüt auf höchster nationaler Ebene, bei dem Martina Scuritti in fast allen Disziplinen die 500-Punkte-Marke knackte. Sie überzeugte mit großer Konstanz, viel Kampfgeist und besten Aussichten für die Zukunft.











